Innenarchitektur für Immobilienentwicklung

Innenarchitektur als Teil der Immobilienentwicklung

Warum Bauträger und Projektentwickler Interior Design früher mitdenken sollten

In vielen Projekten kommt die Innenarchitektur noch immer zu einem Zeitpunkt ins Spiel, an dem die wesentlichen Entscheidungen bereits getroffen wurden.

Der Grundriss steht. Die Funktionen sind definiert. Die technische Planung ist weit fortgeschritten. Jetzt geht es „nur noch“ darum, Materialien, Möbel und Beleuchtung auszuwählen und Visualisierungen zu erstellen.

Aus unserer Erfahrung der vergangenen Jahre sehen wir das zunehmend anders: Innenarchitektur und Interior Design können bereits deutlich früher im Prozess der Immobilienentwicklung einen echten Mehrwert schaffen.

Nicht, weil der Innenarchitekt das gesamte Projekt bestimmen sollte.

Sondern weil wir andere Fragen stellen.

Wir fragen nicht nur, wie groß ein Raum ist. Sondern wie er funktionieren wird.

In einer frühen Entwicklungsphase beschäftigt sich ein Projektentwickler selbstverständlich mit vielen großen Themen: Wirtschaftlichkeit, Zielgruppe, Genehmigungen, Baukosten und technische Machbarkeit.

Wir ergänzen eine andere Perspektive:

Was passiert hier eigentlich an einem ganz normalen Dienstagmorgen?

  • Wie kommt jemand im Gebäude an?
  • Wo legt er seine Jacke ab?
  • Wie werden Gemeinschaftsflächen genutzt?
  • Wo begegnen sich Menschen?
  • Unterstützt ein Büro tatsächlich die Arbeitsweise seiner zukünftigen Nutzer?
  • Passt der Grundriss einer Wohnung wirklich zu der Zielgruppe, an die sie später vermarktet werden soll?

Das ist keine Dekoration mehr.

Das ist Raumplanung und Immobilienentwicklung.

Die Zielgruppe sollte nicht nur das Marketing kennen

Für uns hat die frühzeitige Definition einer Zielgruppe eine sehr praktische Konsequenz:

Wenn wir wissen, für wen wir entwickeln, sollte sich das auch im Raum widerspiegeln.

Eine 60-m²-Wohnung für ein junges urbanes Paar kann völlig andere Prioritäten haben als dieselbe Fläche für eine ältere Zielgruppe.

Auch ein Premium-Büro wird nicht allein dadurch premium, dass wir teure Stühle hineinstellen. Akustik, Beleuchtung, das Verhältnis zwischen konzentriertem und gemeinschaftlichem Arbeiten oder die Qualität des Ankommens können wesentlich wichtiger sein.

Die Zielgruppe ist nicht nur eine Marketing-Persona. Sie ist der spätere Nutzer des Raumes.

Frühe Entscheidungen können später teuer werden

Am Anfang eines Projekts ist eine Wand noch eine Linie im Plan.

Später hängen an derselben Wand Konstruktion, Haustechnik, Elektroplanung, Oberflächen und Kosten.

Deshalb halten wir Grundrissoptimierung und die Analyse der tatsächlichen Raumnutzung gerade dann für besonders sinnvoll, wenn Änderungen noch vergleichsweise einfach möglich sind.

Nicht jedes Projekt muss komplett neu gedacht werden.

Oft können kleine Anpassungen – die Position einer Tür, ein Verkehrsweg, zusätzlicher Stauraum oder eine schlecht genutzte Ecke – die spätere Funktionalität deutlich verbessern.

Interior Design ist für uns nicht die letzten 10 Prozent eines Projekts

Bei Noa Interior verbinden wir Interior Design und Innenarchitektur deshalb nicht ausschließlich mit Farben, Materialien und Möbeln.

Bei Projekten für Bauträger, Immobilienentwickler und Projektentwickler können Grundrissoptimierung, Nutzungskonzepte, Möblierungsplanung und räumliche Konzeption bereits in einer früheren Phase eine Rolle spielen.

Die Visualisierung zeigt anschließend nicht einfach eine erfundene schöne Welt.

Sie zeigt das Ergebnis dessen, was vorher durchdacht wurde.

Je früher wir beginnen, einen Raum auch aus Sicht seiner späteren Nutzer zu betrachten, desto weniger müssen wir später erklären – oder korrigieren.

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